Wege zum Abitur – klassisch oder auf dem 2. Bildungsweg

Viele Wege führen nach Rom und zum Abitur. Wir zeigen euch die Möglichkeiten auf wir Ihr die allgemeine Hochschulreife – das Abitur erreichen könnt.

Der klassische Weg zum Abi

Wege zum Abi

Die meisten Abiturienten gehen den klassischen Weg zum Abitur. Nach der Grundschule geht es auf ein Gymnasium, auf dem man mindestens weitere 6 Jahre verbringt, am Ende der 4. Qualifikationsphase/Semester das Abitur ablegt und damit die Hochschulreife erlangt.

Gymnasium

Das klassische Gymnasium ist der wohl bekannteste Weg zum Abitur bzw. zur Hochschulreife. Auf dem staatlich anerkannten Gymnasium wird in Berlin bis zur 12. Klasse unterrichtet. Die Oberstufe dauert 2 Jahre und beinhaltet vier Semester, die je ein halbes Jahr umfassen. Am Ende des 4. Semesters werden die Abiturprüfungen abgelegt, die mit den Noten der letzten zwei Jahre zusammen den Abiturdurchschnitt ergeben.

Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe (Sekundarschule)

Neben dem klassischen Gymnasium besteht noch die Möglichkeit auf eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe zu gehen. Dabei lernen Haupt-, Realschüler und Gymnasiasten gemeinsam bis zur 9. oder 10. Klasse. Während ein Teil der Schüler in berufliche Ausbildungsgänge außerhalb der Gesamtschule wechselt, schließt sich für die Abiturienten die gymnasiale Oberstufe an.

Das berufliche Gymnasium

Das berufliche Gymnasium bietet neben den normalen Fächern auch berufsbezogene Fächer wie zum Beispiel Wirtschaft (Wirtschaftsgymnasium) und Technik (Technisches Gymnasium) an. Ein berufliches Gymnasium zu besuchen ist empfehlenswert, wenn man schon vor Besuch der Oberstufe genaue Vorstellungen hat, was man nach der Schule machen möchte. Im Gegensatz zu dem „normalen“ Gymnasium dauert die Qualifikationsphase 3 statt 2 Jahre.

Berufliche Oberschule

An einer beruflichen Oberschule kann man im Gegensatz zum Gymnasium kein Abitur bzw. keine Hochschulreife  erwerben, sondern die Fachhochschulreife. Voraussetzung um diese Oberschule zu besuchen ist eine abgeschlossene Berufsausbildung. Der Schulbesuch dauert dann nur noch 1 Jahr um die Fachhochschulreife zu erwerben.

Privatschulen

Im Gegensatz zu der „normalen“ staatlichen Schule gehören die Privatschulen freien Trägerschaften an. Trotz hoher monatlicher Gebühren erfreuen sie sich zunehmender Beliebtheit. Ein Vorteil der Privatschule ist die persönlichere Betreuung der Schüler durch die Lehrer. Im Gegensatz zum öffentlichen Gymnasium sind nicht alle Privatschulen staatlich anerkannt. Dies kann für den Abiturienten bedeuten, dass er für einen staatlich anerkannten Abschluss an einer externen staatlichen Abiturprüfung teilnehmen muss.

Auslandsabitur

Je nach Land, gibt es unterschiedliche Abschlüsse, die oft international anerkannt werden. Vorteil sind, dass man oft weniger Fächer hat, mit denen man sich intensiver beschäftigen kann und natürlich verbessert man die eigenen Sprachfähigkeiten. Ein Auslandsabitur sieht zudem sehr gut im Lebenslauf aus, hat jedoch einen hohen Kostenfaktor.

Abitur im Zweiten Bildungsweg

zweiter Bildungsweg

Durch  ZBW (Zweiter Bildungsweg) oder SfE (Schule für Erwachsene) hat man die Möglichkeit, das Abitur nachzuholen. Dies kann in zum Beispiel Abendgymnasien, Volkshochschulen oder Fernschulen geschehen. Mit Hilfe der Nichtschülerprüfung und der Begabtenprüfung kann man sich auch selbständig auf die Abiturprüfung vorbereiten.

Fernabitur / Abendgymnasien

Ein Weg der vor allem von Erwachsenen genutzt wird, um neben ihrem Berufsalltag das Abitur nachholen zu können, sind Lernschulen (zum Beispiel ILS, SGD oder HAF), die in etwa 30-42 Monaten auf die staatliche externe Prüfung zum Abitur vorbereiten. Eine weitere Möglichkeit sind Abendgymnasien, die Werktags am Nachmittag zu besuchen sind und je nach Vorabschluss in 2 ½ bis 4 Jahren zum Abitur führen.